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Eine ganze Zeit war im Zusammenhang mit den israelischen Angriffen in Palästina vor allem vom "Kampf gegen den Terror" die Rede, von Terroristen die verhaftet oder getötet werden sollten. Auch wenn es um die Kämpfe in Jenin ging. Es wurde von der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen, dass in dem Flüchtlingslager in Jenin vor allem viele friedliche Menschen leben. 15000 - davon über 40% Kinder oder Alte. Das hat mich wütend gemacht.

Mittlerweile, wo die Greultaten der israelischen Soldaten so langsam an das Licht der internationalen Öffentlichkeit kommen, werden die Palästinenser wieder als Menschen gesehen.

Immer wieder hört man, dass auch Kinder zu den Opfern der israelischen Soldaten gehören. Und die, die das alles überleben, sind durch das, was sie mitansehen mussten, traumatisiert. Diese Erlebnisse werden sie ihr Leben lang mit sich herumtragen ...



Ich war im Sommer 2000 in Palästina - zu Besuch bei meinen Verwandten. Außerdem habe ich an einem Workcamp teilgenommen, das die Universität Birzeit organisiert hat. Es waren dort Menschen aus vielen Ländern der Erde und auch palästinensische StudentInnen. Wir waren in einigen Städten und Dörfern der Westbank und im Gaza-Streifen. Dort und in Nablus waren wir in Flüchtlingslagern.

Wir haben uns mit vielen Menschen unterhalten und zumindest einen kleinen Einblick in ihr Leben bekommen. Von ihren Hoffnungen erfahren und von ihrer großen Frustration, die durch die Jahrzehnte der israelischen Besatzung, durch das Geboren werden und Aufwachsen unter der Besatztung entstanden ist.

Wenn ich dieser Tage die Nachrichten aus Palästina höre und manchmal auch Bilder sehe - die zerstörte Innenstadt von Nablus, die unvorstellbare Verwüstung Jenins - dann denke ich immer wieder an diese Menschen, die ich in Palästina kennen gelernt habe, und an die palästinensischen Kinder.

Ich stelle diese Bilder ins Netz um zu zeigen, wer Palästina ist. Diese Kinder sind es unter anderem - wenn sie noch leben.

Viele Kinder, die hier auf Fotos zu sehen sind leben in engen Flüchtlingslagern.




Ich konnte mir die Flüchtlinslager nicht so recht vorstellen, bevor ich sie gesehen habe, deshalb stelle ich auch Fotos von Lagern ins Netz. Es ist nicht sehr leicht aussagekräftige Fotos zu machen, weil es sehr eng ist. In vielen Gassen kann man nichteinmal seine Arme zu beiden Seiten ausstrecken. Doch vielleicht geben die Fotos doch einen Anhaltspunkt, unter welchen Bedingungen viele Palästinenser seit Jahrzehnten leben und in die sie hineingeboren werden.





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